Donnerstag, 9. Februar 2017

Das dunkelste Blau

Und wieder einmal hatte ich das Glück, ein Buch zu erwischen, welches mir richtig gut gefiel, genauer genommen war es sogar ein EBook. Eigentlich fand ich sowas immer doof und wollte lieber bei meinen "echten" Büchern bleiben, aber mittlerweile habe ich meine Meinung geändert. Ich musste in letzter Zeit ziemlich oft Strafgeld in der Bücherei bezahlen, und jetzt leihe ich mir die Bücher lieber online über die so genannte "Onleihe". Ziemlich praktisch, wie ich finde. Aber da gibt es ja trotzdem noch so einige Bücher, die ich lieber im Regal stehen habe. Erst vor kurzem ist noch ein ganz tolles dazu gekommen, darüber schreibe ich dann bald mal etwas.

Aber jetzt geht es hier erstmal um das Buch, welches noch vor kurzem auf meinem Handy war, mein erstes Ebook.
Es war "Das dunkelste Blau" von Tracy Chevalier.


Die Autorin ist bekannt geworden durch ihren Roman "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", welcher sogar verfilmt wurde. "Das dunkelste Blau" war mir allerdings mal wieder nur durch das Cover aufgefallen.
Und ich habe mir da mal wieder einen Roman mit zwei Erzählsträngen ausgesucht, mit einer jungen Frau, die auf der Suche nach ihren Vorfahren ist, und mit Geheimnissen, die aufgedeckt werden wollen.

Zum Inhalt:
Ella und Rick sind ein junges amerikanisches Ehepaar, welches in ein kleines Dorf in Frankreich zieht. Ella hatte sich ganz besonders auf ihre Zukunft in dem hübschen Ort gefreut, doch alles kommt anders. Die Menschen in dem Ort reagieren abweisend, und als das Paar versucht, ein Kind zu bekommen, wird Ella jede Nacht von einem schlimmen Alptraum geplagt. Sie träumt von einem Blau, welches gleichzeitig wunderschön und unendlich traurig ist, und von einer Stimme, die einen französischen Psalm aufsagt. 
Ella beginnt, die Geschichte ihrer französischen Vorfahren zu erforschen, dabei findet sie in dem Bibliothekar Jean-Paul einen Verbündeten, zu dem sie sich sehr hingezogen fühlt.
Als Ella dem Geheimnis um ihre Vorfahren näher kommt, beginnt sich ihr Haar rötlich zu färben.

Auf der anderen Seite taucht man ein in die Geschichte von Isabelle, welche im Frankreich des 16. Jahrhunderts lebt. Isabelle du Moulin lebt zur Zeit der Hugenottenkriege, in der die Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Die junge Frau hat ganz besondere Fähigkeiten, die ihr in den schweren Zeiten helfen und sie gleichzeitig in Gefahr bringen. Durch ihr rotes Haar wird sie nur "La Rousse" genannt und ihre Mitmenschen bringen ihr Misstrauen entgegen. Vor allem aber wird sie durch ihren Mann und dessen Mutter tyrannisiert. Als Isabelles kleine Tochter Marie beginnt, dieselben Fähigkeiten wie ihre Mutter zu entwickeln, wird alles nur noch schlimmer...

Meine Meinung:
Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen. Es war flüssig zu lesen, dabei nicht zu durchsichtig und auch nicht kitschig. Anfangs hatte ich ein paar Probleme, einige Personen zuzuordnen, aber das hat sich schnell gelegt und ich konnte in die Geschichten eintauchen. Ein Buch mit mehreren Erzählsträngen ist für mich immer dann am besten, wenn ich mich zugleich freue und enttäuscht bin, wieder in der anderen Geschichte zu landen, und so ging es mir hier. Es war unheimlich spannend, über das einfache, harte Leben von Isabelle zu lesen, und zwischendurch mit Ella auf die Reise zu gehen, um ihrer Geschichte auf die Spur zu kommen. Ich mochte dabei beide Frauen in dem Buch sehr, habe mit der einen gelitten und mit der anderen gerätselt. Was mich allerdings etwas gestört hat, war die Tatsache, dass es mehrere französische Sätze dazwischen gab, die leider nicht übersetzt wurden. Meine paar Stunden Französisch in der Schule sind schon länger her und konnten mir da nicht weiterhelfen. Und ich hätte mir so sehr ein noch ausführlicheres Ende gewünscht, aber ansonsten kann ich das Buch nur weiterempfehlen :)

Kommentare:

  1. Das klingt wie ein Buch, dass mein Mutter lesen und ich mir dann ausleihen würde. :)

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    1. Ich glaube, deine Mutter und ich würden uns gut verstehen :D

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  2. Hihi, Frau von Nachtschatten - Genau das habe ich gerade auch gedacht! Vielleicht schenke ich es ihr um es mir nachher auszuleihen! Danke Lorkyn für den Tipp!

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    1. Mhhh, ich lese also Mütterbücher, was :D Na egal, vielleicht habt ihr jetzt schonmal eine Idee für Muttertag oder so, hat ja auch was Gutes :D

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  3. Antworten
    1. Yes, it's very interesting, you should give it a try :)

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  4. Hmmm... Bei ebooks fehlt mir einfach 'das gefühl' aber klingt nach nem netten buch, auch wenn mich ebenfalls nicht übersetzte französische sätze stören würden :-/

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