Donnerstag, 3. November 2016

Die Insel der besonderen Kinder

In letzter Zeit ist mein Leserhythmus etwas durcheinander geraten. Manche Bücher lagen zwischendurch mal zwei Wochen in der Ecke, bis ich endlich weitergelesen habe. Aber bei diesem Buch war das ganz anders. "Die Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs wollte ich schon ganz lange mal lesen. Inzwischen wurde das Buch ja sogar verfilmt, und da der Film jetzt grade im Kino läuft, und ich zuerst das Buch lesen wollte, habe ich es mir dann auch endlich mal ausgeliehen.


Ich finde das Cover des Buchs schon so toll, aber im Inneren geht es so weiter.

In die Geschichte wurden viele alte Bilder verflochten, die jemand in jahrelanger Suche zusammengetragen hat. Ich weiß nicht, ob der Autor erst die Geschichte geschrieben und danach die Bilder ausgewählt hat, oder ob er die Geschichte um die Bilder gewoben hat. Ich finde es jedenfalls wirklich genial gemacht, und musste mich zusammenreißen, nicht sofort alle Bilder auf einmal anzuschauen, sondern zu warten, bis sie an der Reihe sind. 
Außerdem hat mich das Buch inspiriert, auch mal nach schönen alten Fotos Ausschau zu halten. Aber das, was ich da auf Trödelmärkten gefunden habe, war nicht so aufregend und außerdem wollen die Händler teilweise echt hohe Preise für ein paar S/W-Fotos haben. Aber warum auch fremde Bilder sammeln, wenn wir selber noch genug alte Schätze im Schrank haben? 


Auch auf die Gefahr hin, dass viele von euch das Buch schon gelesen oder den Film gesehen haben, wollte ich es doch nicht einfach wieder zurückgeben, ohne ein paar Bilder davon zu machen und ein paar Worte dazu zu schreiben. 

Der Inhalt:
Den fünfzehnjährigen Jacob und seinen Großvater Abraham verbindet eine innige Beziehung. Als Jacob noch jünger war, war Abraham sein großes Vorbild: Er hat die ganze Welt bereist, Abenteuer erlebt, gegen böse Monster gekämpft und jahrelang auf einer geheimnisvollen Insel gelebt, zusammen mit Kindern, die übernatürliche Kräfte haben. Als Jacob langsam erwachsen wird, beginnt er jedoch an den Geschichten seines Großvaters zu zweifeln, obwohl dieser ihm sogar Fotos der übernatürlichen Kinder zeigen kann. Da gibt es zum Beispiel ein schwebendes Mädchen, einen unsichtbaren Jungen, und sogar einen, der ganze Felsen stemmen kann.


Als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, fällt Jacob in ein tiefes Loch. Er will die Wahrheit rausfinden und beginnt, sich auf die Suche zu machen. Er findet die Insel, auf der sein Großvater mal gelebt hat. Obwohl es sich hierbei nur um einen ganz gewöhnlichen Ort zu handeln scheint, reist er mit seinem Vater dorthin. Das Haus, von dem sein Großvater gesprochen hat, liegt ganz versteckt hinter einer Moorlandschaft. Das ehemalige Kinderheim ist verlassen und zerstört, nichts deutet darauf hin, dass Abrahams Geschichten wahr sind.


Doch Jake gibt nicht auf, und tatsächlich scheint es da noch eine zweite Wirklichkeit zu geben. Er trifft auf die mysteriösen Kinder und alles ist anders, als er dachte. Es gibt eine Zeitschleife, und die Kinder leben sicher an dem Ort und in der Zeit, in der das Haus noch schön ist, und sich derselbe Tag immer wiederholt - solange diese Zeitschleife nicht gestört wird. Leider sind nämlich so einige andere Geschichten von Jakes Großvater auch wahr...


Von den Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, ist dieses wirklich das beste. Manchmal denke ich, es liegt an mir, dass ich nicht mehr so intensiv lese. Aber nein, das ist es nicht -wenn ein Buch wirklich gut ist, kann ich es immernoch verschlingen und auch ein zweites mal lesen. So erging es mir bei "Die Insel der besonderen Kinder". Und die Bilder im Buch haben noch ihr Übriges getan. Das Buch ist auf eine schöne Art schaurig und fantastisch, der Schreibstil des Autors ist wirklich angenehm und hat einen gewissen trockenen Humor, den ich sehr mag.
Den Film habe ich allerdings noch immer nicht gesehen, obwohl ich es ja erst so eilig damit hatte. In der Vorschau habe ich aber schon so ein, zwei Dinge gesehen, die nicht ganz mit dem Buch übereinstimmen, aber so ist das ja immer mit Büchern und ihren Verfilmungen.

Zwei Bilder habe ich noch, die ich mit in diesen Post verflechten kann.
Ich habe in letzter Zeit nämlich auch ein paar mal einen verlassenen, heruntergekommenen Ort besucht, da passt das doch ganz gut ;)


Kommentare:

  1. I love this story! Especially as a mother of autistic, also different kinda child.
    I have it on my bookshelf. I want to read the sequal "Hollow City" too, but last time I checked it was not available in finnish..
    your photos suites with the book very well, and that is a cool idea to add your own old pictures with it.

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  2. Liebe Nina, Dank Dir wird meine Leseliste immer länger *lach*

    Die Fotos finde ich toll. Meine Ma hatte auch so ganz alte Fotos von Oma und Oppa usw. Da sahen die Leute noch so anders aus, das hatte was Mystisches auf den Schwarz-Weiss-Bildern.

    Deine Bilder finde ich auch genial, das mit Dir selbst mittendrin ist ja ne coole Idee. Richtig schön.

    Liebe Grüsse
    Clara

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  3. I really want to read this book!! Thankyou for the beautiful words about it! Love the photos!!!

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  4. Was für eine schöne Rezension und was für tolle Bilder du da dazu gemacht hast!
    Ich hab die Bücher auch alle drei verschlungen, allerdings als Hörbücher (Englisch und ungekürzt). Wusstest du schon, dass es ein zusätzliches Buch gibt, in dem die Tales of the Peculiar stehen, die immer wieder erwähnt werden? Das habe ich auch sehr gerne gelesen.

    Und beim Film bin ich extrem skeptisch, muss ich gestehen. (Stört dich auch die schwebende Emma?)

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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  5. Wow - solch eine Rezension, die Du uns schenkst. Ninalein, das Buch muss ich lesen, also wenn das nicht so absolut meins ist, weiß ich auch nicht.
    Ganz lieben Dank für diesen Post, der hat mir meinen Morgen gekrönt, einen ganz lieben Drücker, Deine Méa, die ja ein Leseratte ist

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  6. Ich hab das Buch ja auch gelesen und fand es wundervoll.
    Es ist mal so ganz anders, als andere Geschichten. Und die Gestaltung des Buchs tut sein übriges!
    Leider hab ich den zweiten Band nicht gelesen und den Film auch noch nicht gesehen...

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  7. Ich habe das Buch auch (auf Englisch) und muss sagen, dass ich bei der Geschichte ein bisschen enttäuscht war. Ich hatte irgendwie erwartet, dass alles viel trauriger und düsterer wird, aber letzendlich es ist ein Kinderbuch... aber die Bilder sind natürlich wunderschön!
    Das Film habe ich noch nicht gesehen, und der Trailer fande ich zu "Hollywood" haha, in meinem Kopf sah ich die Sachen ein bisschen anderes aus. Aber ich gucke es auf jeden Fall!

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  8. It is an amazing book! Unfortunately I think I missed the film at the cinema!

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  9. Du hast mich überzeugt, das Buch kommt auf die Leseliste! Ich werde mir mal die englische Leseprobe ansehen. Wenn möglich, lese ich auch gerne im englischen Original.
    Deine Fotos sind wieder einmal wunderbar, wobei das letzte auch ein bisschen gruselig wirkt...
    Ich muss jetzt einfach mal fragen: Ist das ein Hobby oder hast du eine Ausbildung in Fotografie? Einige deiner Bilder hätte ich wirklich gerne selber als Fotos zu hause:)
    Viele Grüße
    Friedalene

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    1. Ich kann mir gut vorstellen, dass du das Buch mögen wirst! Vor einiger Zeit habe ich es auch mal ausprobiert mit dem Lesen auf englisch, aber irgendwie ist das nichts für mich. Deutsch ist für mich einfach entspannter. Vielen Dank für dein Kompliment wegen der Bilder! Das ist wirklich nur ein Hobby. Ich wollte mal irgendwann so einen Fotoworkshop mitmachen, aber dann hatte ich es wieder vergessen. Also nein, absolut gar keine Fotografenausbildung, ich probiere nur gerne rum ;) Aber es freut mich wirklich sehr, dass du meine Bilder so magst!
      Liebe Grüße!

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  10. Und, den film inzwischen gesehen? ich war nicht ganz glücklich irgendwie :-(

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    1. Nee, ich war immer noch nicht drin... wird wohl darauf hinauslaufen, dass ich ihn mir dann bald als DVD ausleihe...

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